Die drei ??? Nr. 79
- Im Bann des Voodoo -
(Europa)

Captain Blitz urteilt:

Al Parker (Lennart Krüger) ist ein sehr erfolgreicher Musikproduzent, doch das schützt ihn nicht vor Problemen, von denen er gerade einige bekommt. Irgendjemand will ihm Schaden zufügen und anscheinend mit Hilfe von Voodoo! Die drei Detektive wollen Al helfen und den merkwürdigen Ereignissen auf die Spur kommen, doch was haben eine angebliche Anthropologin und eine angesagte Boygroup damit zu tun? Für die drei Fragezeichen gilt es nun, einen ihrer ungewöhnlichsten Fälle überhaupt zu lösen!

- Meinung -

Ungewöhnlich in der Tat, aber auch ziemlich unterhaltsam. Ich hatte diese Folge zunächst als relativ schwach und überladen in Erinnerung, aber mittlerweile gefällt sie mir gut, es gibt einige mysteriöse Elemente, zwielichtige und skurrile Charaktere, also eine ganze Menge Zutaten, die eine klassische Folge der drei Detektive ausmachen. Was ich aber kritisieren möchte ist die Spielzeit, denn über 70 Minuten muss im Prinzip keine Folge laufen, aber es ist ja keine Überraschung, wenn André Minninger als Bearbeiter seinen Vorlagen auch gleich noch mehr Spielzeit gönnt. Für meinen Geschmack hätte die Adaption aber ruhig deutlich kürzer ausfallen können, so wäre noch mehr Tempo drin gewesen. Alles in allem kann man aber mit dem inhaltlichen Part gut leben, die Basis für dieses Hörspiel ist also schon mal sehr ordentlicht.

Bei den Sprechern kann man durchaus von Licht und Schatten sprechen, denn die Routiniers und bekannten Namen liefern das ab, was man von ihnen kennt, nämlich grundsolide Arbeit. Ob es ein Lennart Krüger oder Nicolas König ist oder ob man die drei Könner in den Hauptrollen plus Erzähler Matthias Fuchs nimmt, sie geben sich keine Blöße und liefern ihr Pensum ab. Weniger begeistert bin ich dagegen von den Gaststars, nämlich Fettes Brot. Ihnen hört man deutlich an, dass sie ihr Geld nicht mit dem Sprechern von Hörspiele verdienen und auch Niko Minninger, Harvey Draeger und Sven Stricker klingen als deren Counterparts nicht unbedingt sehr souverän und sattelfest. In der Hinsicht büßt die Produktion leider etwas ein, da war mehr drin.

Dafür wird in Sachen Atmosphäre einiges geboten, da gibt es nichts zu beanstanden. Eine Mischung aus bekannten Orchesterklängen und gut ausgewählten moderneren Stücken, die eine durchaus düstere Stimmung erzeugen, die dem Thema gerecht wird. Die Geräuschkulisse ist gut wie immer, da kann eh kaum etwas anbrennen.

Meine Meinung hat sich geändert, früher gefiel mir die Folge nicht sonderlich und es gibt ja durchaus den einen oder anderen Kritikpunkt, aber mittlerweile finde ich sie ganz ordentlich und kann sie ruhige Gewissens Fans der Serie empfehlen.

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