Gabriel Burns Nr. 18
- Neun Morde -
(Universal)

Captain Blitz urteilt:

Steven (Bernd Vollbrecht) hat es tatsächlich geschafft Joyces Eltern wieder in zurückzuholen, doch die Freude währt nur kurz, denn um sie herum herrscht das Chaos, die Erde bricht aus und Lavamassen versuchen sie ins Verderben zu reissen. Wird es aus diesem Inferno ein Entkommen geben oder war alles umsonst? An anderer Stelle kämpft Bakerman (Ernst Meincke) um das eigene Leben und das seiner Gefährten, doch ihm steht ein gigantisches Wesen im Weg, das sich als extrem gefährlich entpuppt. Steht er ebenfalls auf verlorenem Posten?

- Meinung -

Der fulminante Abschluss des Zweiteilers, der ohne den ersten Teil absolut keinen Sinn macht, beide Folgen muss man also zwingendermaßen besitzen. Selbst dann wird es aber schwer den roten Faden zu behalten, da viel auf einen Schlag passiert, es gibt für den Hörer keine Pausen, das Hörspiel gibt die ganze Zeit Vollgas und das erklärt auch die relativ kurze Spielzeit. Die Frage, die sich die meisten Hörer wohl stellen dürfte ist die nach der grossen Auflösung, doch die lässt auch weiterhin auf sich warten und nur andeutungsweise rückt man ihr näher. Dafür werden wieder neue Fäden gesponnen und es kommt zu neuen Verwicklungen, aber ob das der richtige Weg ist. Spannend, packend, gruselig, aufregend und unterhaltsam ist die Folge also allemal wieder, doch die inhaltlichen Fragen sollten langsam mal grob aufgeklärt werden, sonst fühlen sich die Hörer bald verschaukelt.

Die Crew der vorherigen Folge ist logischerweise erneut am Start und ihre Darbietung ist natürlich auch wieder dementsprechend stark. Ob es nun Barbara Ratthey, Ernst Meincke, Bernd Vollbrecht oder sonstwer ist, einfach tolle Leistungen, die man von dieser Serie aber auch einfach gewohnt ist. Wann gab es hier schon mal schlechte Performances? Mir fallen spontan jedenfalls keine ein und vor allem in den Szenen, in denen es Steven auf die "andere Seite" zieht, geben alle Beteiligten Vollgas, Bernd Vollbrecht spielt wieder perfekt den leidenden Burns und das hat er einfach drauf und das sind auch die Momente, die man in dieser Serie einfach hören will, da sie diesen gewissen "Gänsehaut-Faktor" haben. Dazu noch Jürgen Kluckert als erstklassiger Erzähler, der sich mal wieder genau richtig durch das Hörspiel "knurrt" und es bleiben kaum Wünsche offen. Lediglich die Pausen zwischen den Szenen nerven, hier sind sie besonders lang und das sollte man langsam mal abstellen.

Neue Stücke haben Einzug in die Serie gehalten und mein lieber Mann, wenn das nicht Hörspiel-Hollywood ist, dann weiss ich es auch nicht mehr. Opulenter und beeindruckender kann man ein Hörspiel nicht mehr untermalen, das ist sicher, denn es die Atmosphäre grenzt an Perfektion, hier stimmt es von vorne bis hinten und die neuen Folgen zeigen, dass sich Volker Sassenberg und Co. nicht ausruhen und auch gerne mal neue Musiken einspielen und aufnehmen, damit man sich von anderen Serien abhebt und nicht auf diverse Hollywood-Konserven zurückgreifen muss, das machen andere Serien leider schon zuhauf. Das kostet zwar mehr, doch es lohnt sich, denn von der Atmosphäre her ist Gabriel Burns neben Edgar Allan Poe die Nr. 1! Für diese Folge muss man übrigens auch einen guten Magen haben, denn hier wird gerne mal gequetscht und zermatscht, nichts für schwache Nerven.

Ein vielleicht etwas zu kurz geratener Abschluss des insgesamt doch verdammt starken Zweiteilers, der im Gegensatz zum vorherigen es wenigstens versucht Licht ins Dunkel zu bringen, es letztendlich aber auch nicht schafft. Fans, die jetzt auf die grosse Auflösung gehofft haben, werden vielleicht enttäuscht sein, denn die wird sich noch weiter hinziehen. Technisch ganz grosses Hörkino, inhaltlich noch nicht der ganz grosse Wurf, da sich hier Hinweise, Auflösungen und neue Fragen weiterhin die Waage halten. Man darf also erneut auf die kommenden Folgen gespannt sein und weiter hoffen...

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Universal

Die Serie:
Gabriel Burns

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