Gruselkabinett Nr. 26
- Die liebende Tote -
(Titania Medien)

Captain Blitz urteilt:

Romuald (Kaspar Eichel) erzählt die Geschichte, wie er als junger Priester (Julien Haggége) eine Tote liebte, nämlich eine gewisse Clarimonde (Sabine Arnhold). Wie kann es sein, dass eine Tote wieder lebendig wird und sich der Romuald so sehr in sie verlieben kann und sozusagen abhängig von ihr wird? Romuald merkt erst spät, was für ein schreckliches Geheimnis Clarimonde vor ihm verbirgt. Ist es vielleicht sogar schon zu spät?

- Meinung -

Théophile Gautiers Werk erinnert in gewisser Weise an "Die Blutbaronin", besitzt aber dennoch ausreichend Eigenständigkeit, um inhaltlich zu überzeugen und die Spannung zu wahren. Mit einer Spielzeit von 57 Minuten kann man sofort davon ausgehen, dass es hier absolut keine Längen gibt, die knappe Stunde ist optimal. Die Story ist spannend und unterhaltsam, sie präsentiert einen guten Schuss Erotik und insgesamt ist sie wohlig-schaurig, wie man es von dieser Serie kennt.

Was man ebenfalls von ihr kennt, sind die hervorragenden Besetzungen. Die Hauptrolle teilen sich Kaspar Eichel und Julien Haggége und beide machen einen tollen Job, was aber auch nicht anders von ihnen zu erwarten war. Eichel bringt den alten, erfahrenen Romuald toll rüber, Haggége spielt voller Inbrunst und hochmotiviert den jungen Romuald. Doch auch insgesamt ist die Besetzung traumhaft und vollgepackt mit bekannten Sprechern und Sprecherinnen. Wenn man Namen wie Christian Rode, Torsten Michaelis, Frank Schaff, David Turba, Sabine Arnhold hört, dann kann man sich schon denken, was für tolle Leistungen hier präsentiert werden. Hier muss man ein dickes Lob an die komplette Besetzung und an die Regie in Form von Marc Gruppe und Stephan Bosenius aussprechen.

Musikalisch ebenfalls ausgezeichnet, die Untermalung könnte passender nicht sein. Die schaurige Atmosphäre, die man von dieser Serie kennt, lebt hier auf und ich hatte nicht selten das Gefühl, dass zwar auch das richtige Flair des 19. Jahrhunderts aufkommt, aber die Produktion wie eine Verfilmung aus den 50ern oder 60ern wirkt. Mir hat es jedenfalls sehr gefallen, so können auch gerne zukünftige Folgen klingen.

Eine durch und durch gelungene Folge, die ich jedem Freund dieser Serie ans Herz legen und empfehlen kann. Fans von düster-schauriger Romantik und dezentem Grusel werden hier voll und ganz auf ihre Kosten kommen.

Der Link:
Titania Medien

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