Inspektor Jury schläft ausser Haus

Captain Blitz urteilt:

Sein erster Fall ist mehr als kniffelig, hat er es doch mit seltsamen Morden zu tun, die anscheinend nicht das geringste miteinander zu tun haben und es gibt keinen ernsthaften Verdacht geschweige denn ein Motiv. Nach und nach werden relativ unbekannte Personen, die nicht in Long Piddleton wohnhaft sind ermordet. Warum? Bereits nach dem zweiten Mord wird Jury (Matthias Ponnier) in die kleine Stadt gerufen, um dort nach Hinweisen und natürlich auch dem Täter zu forschen, aber seine Suche scheint nicht sehr erfolgreich zu werden. Warum liegen die Leichen so offensichtlich am Tatort? Wer ist Ruby Judd und was wußte sie? Fragen, auf die Jury und seine Helfer Antworten finden müssen!

- Meinung -

Atmosphärisch dicht und düster präsentiert sich der erste Fall Inspektor Jurys. Die Charaktere werden sehr gut vorgestellt und man merkt, dass Jury kein Standard-Ermittler ist. Er hat Schwächen und Stärken, die in diesem Fall recht gut übermittelt werden. Hinzu kommen seine Freunde, Sergeant Wiggins (Edgar Külow) und Melrose Plant (Felix von Manteuffel), die ebenfalls ziemlich plastisch rübergebracht werden. Der Humor kommt auch nicht zu kurz, was diesen Krimi nicht allzu dunkel darstellt.

Alle involvierten Sprecher sind Meister ihres Fachs, besonders Tilly Lauenstein als nervige Miss Marple Verschnitt sorgt für gute Stimmung. Matthias Ponnier ist mit Sicherheit eine perfekte Wahl für den Inspektor, was man deutlich hören kann. Stellenweise erinnert seine Stimme ein wenig an Dietmar Mues. Über Manfred Steffen, der hier einen recht kurzen Auftritt hat, muss man sicherlich nicht mehr viele Worte verlieren, er ist einer der größten und besten Sprecher, die es gibt. Auch der Rest des Cast kann sich hören lassen, niemand fällt auch nur ein wenig negativ auf.

Die Geräuschkulisse ist hervorragend, die Musik ebenfalls. Das englische Flair, das für einen Krimi dieser Art notwendig ist, wird mühelos dem Hörer vermittelt.

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