Bekloppte Hörspiele

Neon-Mouse Nr. 7
- ...und die Radonratte -
(musicolor)


Captain Blitz urteilt:

Die Radonratte kommt in die Stadt und besucht seinen Vetter, die 1. Präsidenten der Argonratten (Torsten Morawitz). Doch denen geht die Radonratte schnell auf die Nerven, macht sie sich doch einfach bei ihnen breit, kommandiert sie herum und droht dabei auch noch mit dem seltsamen, tickenden Koffer. Damit nicht genug, denn nach und nach verschwinden immer mehr Mäuse, die für das sogenannte Mäuskegeln entführt werden. Kann Neon-Mouse (Erik Borner) dem Treiben ein Einhalt gebieten?

- Meinung -

Eine Entführungsstory, also wieder nichts originelles und nur der Gegner ist diesmal neu, aber sowas kennt man auch schon von anderen Serien. "Übermächtiger Bösewicht, Held verbündet sich mit Erzfeinden, Obermotz wird besiegt", also alles schon mal erlebt. Somit drückt die Story natürlich gewaltig auf die Nervenenden und Langeweile macht sich sehr schnell breit. Diese Geschichte landet wieder am Grund der Skala und dürfte kaum jemanden in den Bann ziehen. Was das Konzept der Serie angeht, so dürfte diese nicht mal den kleineren Hörern gefallen, denn mag eine Maus auch noch so interessant für Kinder sein, so ist die Umsetzung doch alles andere als gelungen.

Keine Verbesserung bei den Leistungen der Sprecher. Vermutlich liegt es auch daran, dass der Sprecher von Onkel McTonne nicht lange im Einsatz ist, denn er ist der Fels in der Brandung, der konstant gute Leistung abliefert, der Rest bewegt sich im Mittelfeld oder weit darunter. Auf die einzelnen Sprecher muss man nicht mehr eingehen, die meisten sind schon in den vorherigen Folgen kläglich gescheitert und den Sprecher der Radonratte kann man nicht beim Namen nennen, weil man für alle Folgen immer die selbe Sprecherliste verwendet. Sowas nennt man wohl kostensparend...oder billig. Jedenfalls lässt der Sprecher der Radonratte ein wenig Talent aufblitzen, das war es dann auch schon. Nick Benjamin erinnert diesmal ein wenig an Pinocchio, denn er er wirkt nicht weniger hölzern.

Immer noch das eine Musikstücke, mehr muss man dazu nicht mehr sagen. Die Effekte sind ordentlich, könnten aber besser sein, heutzutage wirken diese jedenfalls nicht mehr.

Eine weitere maue Folge ohne positive Ansatzpunkte, leider. So plätschert die Serie ihrem Ende entgegen und eine Folge liegt noch vor dem leidgeprüften Hörer. Wer erwartet von der letzten Folge noch bahnbrechende Ideen auf qualitativ hochwertigem Niveau?

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