Schattensaiten
Halloween-Special
- Das Geheimnis der Gärtnerei -
(Pandoras Play)

Captain Blitz urteilt:

Die Jungs und Mädels aus der WG haben ein Geschäft eröffnet, es geht auf Halloween zu und es wird alles angeboten, was das Herz begehrt. Doch es geht mal wieder nicht mit rechten Dingen zu, denn der Mann namens Mr. Plum (Bernhard Selker), von dem sie ihre Kürbisse beziehen, scheint etwas zu verbergen. Und was geht nachts in der eigentlich leerstehenden Gärtnerei vor sich? Es gehen Gerüchte um, doch die Freunde wollen Gewissheit haben und forschen nach und damit beginnt ein weiteres gefährliches Abenteuer!

- Meinung -

Endlich sind Daniel, Anne, Christian und Claudia wieder da und zwar in einem Halloween-Special. Typisch für diesen besonderen Tag geht es hier um Kürbisse und unheimliche Vorgänge. Die Story ist recht kurzweilig und flott erzählt, man lauscht interessiert, was es nun mit der Gärtnerei auf sich hat und was die zwielichtigen Gestalten zu verbergen haben. Inhaltlich gibt es von meiner Seite aus nur wenig zu beanstanden, ein lockeres, flüssiges Script, ein ordentliches Tempo, eine spannende Story, dieser Bereich des Hörspiels geht schon mal in Ordnung und endlich geht es auch mal nicht um Schedoni und Co., was eine willkommene Abwechslung darstellt.

Die lange Pause hat die Sprecher und Sprecherinnen natürlich nicht voran gebracht, doch verlernt haben sie auch nichts. Wer bisher mit ihren Darbietungen leben konnte, der wird auch diesmal mit ihnen zufrieden sein, doch man hört weiterhin recht deutlich, dass es sich hier nicht um Profis handelt, doch üble Amateur-Stümpereien muss man auch nicht erwarten. Stellenweise kommen die Dialoge lediglich recht hölzern rüber, da fehlt ein wenig das Talent in Sachen Schauspielerei, aber größere Beanstandungen kann ich eigentlich nicht machen. Höchstens Erzähler Walter Blohm sollte so langsam mal Gas geben, denn er hat hörbar Probleme mit dem Text und er trägt ihn immer noch ziemlich holprig vor, das muss geändert werden.

Die Untermalung ist recht dünn und klingt nicht selten wie nach Amiga-Musiken, aber damit meine ich nicht die Klänge eines Chris Hülsbeck. Ralf Buntrocks Stücken fehlt einfach der Druck, da muss mehr Pfeffer rein, dann dürfte die Untermalung auch insgesamt besser wirken. Gruselatmosphäre gibt es dadurch nämlich so gut wie keine, es klingt alles eher recht harmonisch und idyllisch, von einer Bedrohung spürt man dadurch natürlich nichts.

Unterm Strich bleibt ein solides Abenteuer der "Mistery-WG" übrig, auch wenn hier mehr drin war. Vor allem die Produktion an sich hätte besser ausfallen können, aber im Endeffekt wird hier ein befriedigendes Hörspiel abgeliefert, das Freunden der Serie gefallen dürfte, für den Rest der Hörspielwelt sollten die Erwartungen aber nicht zu hoch ausfallen.

Der Link:
Pandoras Play

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