Bille & Zottel Nr. 2
- Zwei unzertrennliche Freunde -
(Cocomico Records)

Captain Blitz urteilt:

Bettina (Jessica Tiziani) hat es nicht leicht, ihre Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen und nun ist sie eine Waise. Die Familie Henrich adoptiert sie, doch damit sind ihre Sorgen natürlich noch nicht verschwunden, denn sie braucht Zeit und Hilfe, um sich an die neue Familie zu gewöhnen. Deshalb wird auch Bille (Yvonne Braschke) um Hilfe gebeten, damit es für Bettina wieder bessere Zeiten gibt, doch ist alles gar nicht so einfach...

- Meinung -

Die zweite Folge der Serie und diese kam erst mit einigem zeitlichen Abstand raus, was nicht gerade förderlich für eine junge Serie ist. Wie dem auch sei, inhaltlich wird die übliche Kost geboten, Pferde spielen diesmal zwar logischerweise auch eine sehr wichtige Rolle, aber auch persönliche Probleme werden hier angesprochen und das macht die Story schon recht realistisch. Dennoch kann man nicht von einer rundum gelungene Handlung und Bearbeitung reden, dafür fällt die ganze Angelegenheit leider zu träge ist und wenn einem 60 Minuten eher wie 60 oder 120 vorkommen, dann ist das kein gutes Zeichen. In diesem Bereich war somit eindeutig mehr drin, da haben die Macher Potential liegen lassen.

Auch in Sachen Sprachkunst bekleckert man sich hier nicht gerade mit Ruhm, was zwar nicht heißen soll, dass alle Sprecher einen Aussetzer nach dem anderen abliefern, aber hervorragend sind die Darbietungen auch nun wieder nicht. Insgesamt hält es sich die Waage, wobei ich sagen muss, dass Yvonne Braschke teilweise etwas deplatziert wirkt und zu alt für die Rolle klingt und sie bemüht jung spricht. Richtig gut hat mir nur Reinhardt Schulat-Rademacher gefallen, der Mann ist einfach eine Bank und absoluter Routinier wie er im Buche steht. Dazu besitzt er eine unglaublich markante Stimme, ihn hört man immer gerne. Unterm Strich ist dieser Bereich solide, mit reichlich Luft nach oben.

Bei der Untermalung gibt es aber nicht viel zu verbessern, wenn überhaupt, denn die Atmosphäre ist stimmungsvoll und passt richtig gut. Da gibt es an der Arbeit von Uwe Vogel nichts auszusetzen, das Landleben und das Treiben auf dem Pferdehof kommt gut rüber.

Inhaltlich recht brav und harmlos, von der Bearbeitung her etwas träge. Bei den Sprechern werden auch zu wenige Glanzlichter gesetzt, da muss mehr kommen, lediglich die Untermalung kann man durchwinken. Somit kann man diese Folge selbst Fans der Serie nur bedingt empfehlen, dafür gibt es insgesamt halt genug offene Baustellen, die es zu meistern gilt.

Der Link:
Cocomico Records

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