Mark Brandis Nr. 9
- Raumsonde Epsilon 1 -
(Universal)

Captain Blitz urteilt:

Mark Brandis (Michael Lott) ist mit der Hermes unterwegs und hat die nun unbemannte Delta IX im Schlepptau, doch dann passiert es, das Schiff verschwindet. Wer ist dafür verantwortlich und wie konnte dies überhaupt unbemerkt passieren? Brandis macht sich sofort mit seiner Crew auf die Suche nach der Delta IX, doch ohne Zwischenfälle kann dies natürlich nicht ablaufen und es wird einmal mehr äußerst gefährlich!

- Meinung -

Auf geht es in den nächsten Zweiteiler und ich muss direkt anmerken, dass die Story sich schon ein wenig zieht bzw. sie recht breit erzählt wird. Zu breit für meinen Geschmack und ich will nicht behaupten, dass die beiden Folgen mit geschickten Kürzungen auf eine CD gepasst hätten, das bezweifel ich nämlich stark, aber für zwei CDs gibt mir die Story nur bedingt genug her. Wie dem auch sei, zwischen dem einen oder anderen Dialog, den man sich hätte sparen können, wird wieder das präsentiert, was man an Mark Brandis schätzt, nämlich Charakterentwicklung, Drama, Action, Politik, also auch mehr, als man von so manch anderem Genrevertreter erwarten kann. Denn auch wenn es sich hier und da mal ein wenig zieht, so bleibt es unterm Strich rundum gute Unterhaltung, spannend, interessant und zu keinem Zeitpunkt wird hier nur stumpfsinnig geballert und das hebt Mark Brandis´ Abenteuer auch weiterhin von der Konkurrenz deutlich ab, denn keine andere SF-Serie bietet einen derartigen Tiefgang und vermittelt diesen so unterhaltsam in nicht ganz einer Stunde, wie es hier der Fall ist.

Ob eine oder zwei CDs, in Sachen Sprecherriege gibt es so gut wie nie etwas auszusetzen, das Niveau ist hier ziemlich hoch und das kennt man auch nicht anders von dieser Serie. In einer Hinsicht muss ich aber erneut Kritik äußern und hier wird ein Eindruck bestätigt, den ich bei der vorherigen Folge bereits hatte, denn Tomasina Ulbricht konnte mich auch diesmal nicht ganz überzeugen, sie wirkt etwas zu "steif" in ihrer Rolle und das hat nicht mit dem Charakter an sich zu tun, ihre Performance wirkt einfach zu holprig und ich hoffe, dass sie bald endlich mal auftauen wird. Dafür überzeugt der Rest durch die Bank und man kann kaum jemanden hervorheben, denn alle bewegen sich auf einem sehr hohen Level. Michael Lott, Julien Haggége, Udo Schenk, Michael Pan, Mark Bremer und wie sie alle heißen, das sind schon absolute Hausnummern, die wirklich starke Performances unter Balthasar von Weymarns Regie abliefern und in diesem Bereich trumpft die Produktion mal wieder auf.

Auch in Sachen Sound wird einiges geboten, da gibt es einmal mehr nichts dran auszusetzen, die Untermalung ist sehr stimmungsvoll, die Atmosphäre unglaublich dicht, selten klang das Weltall so gut. Man taucht hier mit Mark Brandis und seiner Crew in die Tiefen des Alls ein und vergisst nahezu alles um sich herum. Doch nicht nur diese Szenen werden bestens inszeniert und untermalt, auch die Räumlichkeiten an Bord oder auf diversen Planeten werden bestens präsentiert.

Inhaltlich etwas gestreckt, aber von der Umsetzung her wieder mal ein beeindruckendes Spektakel. In dieser Hinsicht überzeugt die Serie jedenfalls immer und Fans und Freunde von Brandis´ Abenteuern werden hier mal wieder voll und ganz auf ihre Kosten kommen und dürfen sich schon mal auf den zweiten Teil freuen.

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Folgenreich

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