Bekloppte Hörspiele

Dallas Nr. 5
- Die rote Akte -
(Europa)

Captain Blitz urteilt:

Jock Ewing (Joachim Cadenbach) wird nach seiner Herzoperation aus dem Krankenhaus entlassen, doch zurück auf Southforck gibt es alles andere als erholsame Stunden für ihn. J.R. (Wolfgang Pampel) intrigiert weiterhin mit aller Macht und will das Erbe so abändern, dass er auf dem Gelände der Ranche Öl fördern kann. Jetzt kommt auch noch Julie (Ursula Heyer) zurück nach Dallas und ihr Erscheinen ist nicht unbedingt ein Grund zur Freude. J.R. will das jedoch für seine Zwecke ausnutzen und setzt Julie auf Cliff Barnes (Claus Jurichs) an. Was verspricht sich J.R. davon?

- Meinung -

Das Übliche in Dallas, Intrigen, Geld, Öl, Affären. Es geht hier so weiter, wie man es von der Reihe her kennt. Somit kann sich der Hörer auch schon direkt auf die Handlung einstellen und wird vermutlich nicht aus dem Gähnen oder der allgemeinen Verwirrung rauskommen. Da man hier zwischen den Szenen hin- und herspringt und einige Handlungsstränge gleich komplett rausgelassen hat (was teilweise bei den deutschen TV-Ausstrahlungen ebenfalls der Fall ist!), ist es nicht verwunderlich, dass der Hörer nicht immer kapiert, was los ist. Somit darf hier niemand etwas erwarten, man wird aber trotzdem enttäuscht.

Gute Sprecher hin oder her, ordentlicher Erzähler oder nicht, die Handlung kann davon auch nicht gerettet werden, zumal sie kaum Sinn macht, weil man sie anscheinend mit dem Fleischermesser bearbeitet hat. Somit kann man die guten Leistungen der Sprecher kaum bewerten, da sie zum einen sowieso von der Filmtonspur stammen und zum anderen eigentlich keinen Einfluss auf die Qualität der Vorlage haben. Auf dieser Position geht das Hörspiel bereits verloren, da die Bearbeitung unter aller Kanone ist.

Selbst die tollen Orchesterstücke Europas könne die Kohlen nicht mehr aus dem Feuer holen, zumal diese mehr oder weniger einfach nur deplaziert wirken. Mögen sie neu produzierte, "echte" Hörspiele noch so wunderschön verzieren, so zünden sie hier einfach nicht, was wirklich schade und reine Verschwendung ist.

Die Hälfte ist geschafft und die Reihe eine einzige Katastrophe, deren Ende nicht schnell genug erreicht werden kann. Mag die Serie im TV noch so erfolgreich gewesen sein, so fragt man sich wieso Europa ernsthaft versucht hat auf dieser Erfolgswelle zu reiten. Klar, es gab damals noch keine DVDs, auf die man hätte zurückgreifen wollen, aber da wartet jeder normale Mensch auf eine Wiederholung im TV. Heutzutage gibt es die DVDs und man ist mit denen gut beraten.

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