Darkside Park Nr. 8
- Porterville Steaks -
(Psychothriller GmbH)

Captain Blitz urteilt:

Sarah Freeman und Tom Lennox sind nach Porterville aufgebrochen und seitdem hat ihr Freund Douglas Benchley nichts von ihnen gehört. Er macht sich Sorgen und deshalb fährt er nun gemeinsam mit seinem Sohn Jerry ebenfalls auf nach Porterville, um dort nach dem Rechten zu sehen. Doch nun beginnt auch für die beiden der Alptraum, denn alle Bewohner leugnen, dass ihre Freunde überhaupt in der Stadt gewesen sind und es kommt zu seltsamen Ereignissen. Was hat es mit dem Fleischlaster auf sich, der nachts durch die Stadt fährt und unheimliche Geräusche halten Douglas auf Trab. Dann passiert es, Jerry verschwindet!

- Meinung -

Raimon Weber mischt nun auch mit und ihn dürfte man am besten als ehemaligen Autor von "Point Whitmark" und "Gabriel Burns" kennen. Er kennt sich also in Sachen Mystery aus und das merkt man sofort, denn er liefert direkt eine spannende und gruselige Geschichte ab, die sich ganz geschickt in den DSP-Kosmos einfügt. Stellenweise erinnerte mich die Story an lovecraft´sche Werke, diese "Porterville Steaks" brachten einen gewissen Ekelfaktor mit und auch sonst ging es sehr düster und unheimlich zu. Hinzu kam, dass man nie wusste, was im nächsten Augenblick geschieht, eine Unberechenbarkeit machte sich breit, die einen Großteil des hohen Unterhaltungswerts ausmacht. Es bleibt also nur festzuhalten, dass auch dieser Autor hervorragend zur Serie passt, seinen Teil zum großen Konstrukt beiträgt und sein Handwerk absolut versteht. In dieser Hinsicht überzeugt der Darkside Park bisher ausnahmlos!

Simon Jäger ist der Erzähler und mit ihm kann man eigentlich nichts falsch, er ist ein Routinier wie er im Buche steht und er hat schon unzählige Hörbücher eingelesen, da kann nichts anbrennen. Doch es gibt auch Lesungen, da liefert er "nur" sein normales Pensum ab, aber es gibt auch Lesungen, da bringt er noch das gewisse Etwas mit ein. Das ist hier auch wieder glücklicherweise der Fall und geht sehr gut mit dem Text mit, spricht die verschiedenen Rollen so, dass man sie wunderbar auseinander halten kann und er kommt hochmotiviert rüber. Ob er Douglas, seinen Sohn Jerry oder Frauen spricht, stets weiß man, um welche Rolle es sich handelt und das muss ein Sprecher erstmal schaffen. Das löst Jäger ganz gekonnt und souverän und so steht einer starken Performance nichts mehr im Wege.

Wie gehabt gibt es am Anfang und am Ende passende Geräusche und das war es dann auch schon, doch auf diese Art und Weise wird man geschickt in die Handlung eingeführt, es wird gleich das richige akustische Setting auf die Beine gestellt und am Ende wird man dann wieder auf dem gleichen Weg "verabschiedet". Gut gelöst, auch wenn eine Inszenierung sicherlich das I-Tüpfelchen gewesen wäre, gleichzeitig aber auch unnötige Kosten verursacht hätte, denn auch so geht es sehr atmosphärisch und stimmungsvoll zu.

Und noch ein Gedicht und ein starkes noch dazu, aber man muss auch sagen, dass man gar kein anderes Niveau mehr erwartet, denn genau der Level der vorherigen Geschichten wird gehalten. Es fällt mir schwer einen Favoriten auszuwählen und genau das spricht für die unglaublich hohe Qualität aller Folgen, da macht Raimon Webers erster Eintrag keine Ausnahme!

Der Link:
Psychothriller GmbH

Bei Amazon kaufen:

Zurück