Edgar Wallace und der Fall... Nr. 1
- Drei Eichen -
(Karussell)


Captain Blitz urteilt:

"Old Arthur" Hicksted (Horst Stark) und seine Gruppe junger Helfer stattet John Mandle (Lothar Zibell) einen Besuch ab, denn auf seinem Anwesen soll es nicht mit rechten Dingen zugehen. Hat es etwas mit dessen Bruder Mike (Jens Kersten) zu tun, den John vor Jahren verraten hat? Wird sich sein Bruder nun an ihm rächen? "Old Arthur" und Co. wollen der Sache auf den Grund gehen, geraten aber selber in Gefahr, denn das Anwesen ist verwinkelt, es gibt zahlreiche Geheimgänge, man wird eingesperrt und auch sonst gilt es einige Hindernisse zu überwinden. Wird es ihnen gelingen?

- Meinung -

Jugendhörspiel at its best, das sage ich direkt vorweg, denn mit dieser leider nur vierteiligen Serie hat das Trio bestehend aus Ludger Billerbeck, Michael Weckler und Hans-Joachim Herwald damals alles richtig gemacht. Mag sein, dass sich jetzt einige Leute fragen werden, warum die Serie dann nur so wenige Folgen hat, wenn die Produzenten alles richtig gemacht haben sollen. Eine gute Frage, auf die sich selber keine Antwort habe, denn mich verwundert es ehrlich gesagt auch sehr, wieso eine so tolle Serie nicht zur Konkurrenz für die drei ??? und TKKG geworden ist, denn hier wird alles mitgebracht, was eine erfolgreiche Jugendserie braucht. Edgar Wallace als Equivalent zu Alfred Hitchcock, ein väterlicher Freund, der die junge Gruppe anführt, dazu charakterlich unterschiedeliche Mitglieder und inhaltlich geht es spannend und sehr kurzweilig zu und das Setting stimmt auch. Ein geheimnisvolles Gemäuer, zahlreiche Geheimgänge, ein unbekannter Gegner, dazu dann die unheimliche Stimme Edgar Wallaces, die immer und überall erklingen kann. Sicher, sehr realistisch ist letzteres natürlich nicht, aber das macht auch den Mysteryfaktor aus, den es hier in einem gewissen Maße gibt. 52 Minuten erstklassige Unterhaltung alter Schule, eine unterhaltsame Story, eine kurzweilige Bearbeitung, in diesem Bereich wird schon massivst gepunktet.

Wenn man die zahlreichen Produktionen von Hans-Joachim Herwald kennt, dann weiß man was für tolle Sprecherinnen und Sprecher er immer ins Studio holt. Das ist hier keineswegs anders und hier gegeben sich alte Hasen und Routiniers gemeinsam mit damals hoffnungsvollen Talenten, die heutzutage wiederum absolute Routiniers sind, die Klinke in die Hand. Horst Stark führt die Truppe mehr oder weniger an, dazu Günther Dockerill als Erzähler, der in dieser Funktion sowieso ungeschlagen ist und zwei junge Herren, die heutzutage in Sachen Jugendhörspiel an vorderster Front mitmischen, nämlich Jens Wawrczeck und Sascha Draeger. Lothar Zibell, Wolfgang Draeger, Günther Lüdke und Co. mischen auch mit, also eine absolut tolle Mischung, wirklich hervorragende Sprecher und unter der Regie von Hans-Joachim Herwald und Michael Weckler kann hier im Prinzip auch rein gar nichts anbrennen.

Typisch für Herwald-Hörspiel gibt es natürlich auch die entsprechenden Musiken von Alexander Ester zu hören. Dadurch entsteht automatisch die typische Stimmung eines Jugendhörspiels aus den 80ern, die passende Atmosphäre entsteht auch und gerade die düstere Stimmung des Gemäuers weiß absolut zu überzeugen.

Ein Auftakt nach Maß und für mich ist und bleibt das hier eine der Jugendserien schlechthin, aber leider hat sie es nur auf vier Folgen gebracht. Wer aber die Möglichkeit hat, sich diese Serie zulegen zu können, der sollte definitiv zugreifen!

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