Hamburg-Krimis Nr. 6
- Goldfische in Ottensen -
(Vitaphon)

Captain Blitz urteilt:

Jakob Don Muller-Rossi (Nicolas König) ist ein Autoschreiber, der alte Schlitten wieder auf Vordermann bringt. Ihm kommt ein 1955er Ford Thunderbird unter die Finger, doch der ist nicht das eigentliche Probleme, sondern eher die Weinflasche, die er im Handschuhfach findet. Was ist daran so besonders, dass ihm seitdem nun zwielichtige Gestalten auf den Fersen sind? Die Spur führt zum Stintfang und Don kommt hinter das Geimnis des Weines!

- Meinung -

Die bereits sechste Folge liegt nun vor und Story aus Robert Bracks Feder hat mir richtig gut gefallen. Rasant und spannend erzählt, dazu mit einem ordentlichen Faktor Coolness und das alles mit einem dicken Anstrich Hamburger Lokalkolorit. Gleichzeitig macht es auch großen Spaß dieser Geschichte zu lauschen, weil einfach mal eine andere Art von Krimi erzählt wird. Recht bunt und schillernd, schräge Typen und Mädels, ein interessanter Aufhänger, eine feine Sache. Dazu kommt auch, dass die Bearbeitung klasse ist, das Hörspiel ist sehr kurzweilig, die 57 Minuten sind flott um, in inhaltlicher Ansicht gibt es nichts zu meckern.

Nun kann man definitiv von einem Hörspiel reden, auch wenn es weiterhin recht erzähllastig zugeht, aber die Umsetzung weiß besser als bei allen vorherigen Folgen zu gefallen. Nicolas König spricht hier die Hauptrolle, was für mich eigentlich ein zur Freude ist, da man ihn meiner Meinung nach viel zu selten zu hören bekommt. Nicht ganz so gut hat mir aber die Art und Weise gefallen, wie Don Muller hier in Szene gesetzt wird. Coolness schön und gut, aber man muss es nicht übertreiben, was aber leider der Fall ist. König spricht viel zu übertrieben cool und aufgesetzt, so dass ich ihm die Rolle nicht abkaufen kann, weniger wäre da eindeutig mehr gewesen, zumal er auch so eine tolle Stimme hat, so überzogen hätte es nicht zugehen dürfen. Spielerisch sehr gut, stimmlich einfach "too much"! Die Kolleginnen Merete Brettschneider und Tanja Dohse hinterlassen für meinen Geschmack einen besseren Eindruck, ihre Darbietungen wirken einfach natürlicher und bringen ihre Rollen überzeugend rüber, da gibt es nichts zu meckern und das gilt auch für alle weiteren, kleineren Rollen, wobei ich hier und da mal eine Unsicherheit rausgehört habe, aber alles in allem kann man mit diesem Bereich ganz gut leben.

Die Musik untermauert gut den coolen Touch der Story, das macht Spaß und erzeugt gute Laune, lässt die Geschichte aber nicht klamaukig oder zu humorig wirken. Das bewegt sich alles im Rahmen und sorgt dafür, dass diese Folge der Hamburg-Krimis mal was anderes ist. Schöne Musiken, eine gelungene Geräuschkulisse, da wurde ganze Arbeit geleistet.

Die für mich bisher beste Folge, auch wenn es hier und da sicherlich noch etwas zu verbessern gibt, aber die eingeschlagene Richtung ist alles andere als verkehrt. Wer Krimis mit lokalem Anstrich mag, der ist hier an der richtigen Adresse, durchaus empfehlenswert!

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