Mimi Rutherfurt und die Fälle... Nr. 5
- Buckingham Palace -
(Maritim)

Captain Blitz urteilt:

Mord im Buckingham Palace und das auch noch ausgerechnet vor der großen Krönungsfeier Elizabeth II.! Ein Dienstmädchen ist ums Leben gekommen, doch wieso und weshalb? Mimi Rutherfurt (Gisela Fritsch-Pukass) wird um Hilfe gebeten, um "undercover" zu ermitteln und den Täter zu stellen. Es geht nämlich die Angst um, dass dieser Mord nur ein "Probelauf" für ein viel größeres Attentat gewesen sein soll. Hat es der Mörder auf das Leben der zukünftigen Königin abgesehen?

- Meinung -

Ellen B. Crown ist mal wieder am Werk und deshalb sollte es niemanden verwundern, dass die Geschichte einmal mehr schrecklich abstrus und an den Haaren herbeibezogen ist. Das Setting ist für Mimi Rutherfurt erneut ungeeignet, denn niemand, schon gar nicht der MI5, würden die rüstige Dame als Ermittlerin hinzuziehen. Wenn der Krimi an sich wenigstens spannend oder interessant wäre, aber auch das ist er nur sehr bedingt und die Spielzeit von über 70 Minuten ist sorgt für einige Längen. Beinahe schon typisch für die Erlebnisse der rüstigen Ermittlerin ist das Problem, dass die Fälle mittlerweile nur noch schwer oder sogar gar nicht mehr in die Gänge kommen, das sollte man schleunigst beheben und ein Autorenwahl ist meiner Meinung nach der logischste Schritt.

Immerhin sind die Sprecherleistungen ordentlich, das gleicht die magere Story zwar nicht aus, macht die Produktion aber immerhin einigermaßen erträglich. Gisela Fritsch klingt diesmal flotter als sonst und es sind namhafte Gäste hier mit von der Partie, die man noch nicht so oft in jüngeren Maritim-Produktionen zu hören beakm. Dazu gehören Wolf Frass, Peter Buchholz und Stephan Schwartz. Letzterer klingt etwas hüftsteif, eine strengere Regie wäre hier somit nicht verkehrt gewesen. Ansonsten sind hier weitere bekannte Profis am Werk, Thomas Karallus, Christine Pappert, Stefan Staudinger, Karin Eckhold, Andreas von der Meden und einige mehr, dieser Breeich ist in guten Händen.

Das gilt auch für die Untermalung, die die Kulisse des Buckingham Palace gut rüberbringt. Die Musiken fallen dezent aus, die Geräusche passen zur Handlung, so dass es in der Hinsicht wenig auszusetzen gibt, solide Arbeit.

Nicht ganz so schwach wie der vorherige Fall, aber einmal mehr wird hier bewiesen, dass Ellen B. Crown nicht für diese Serie geeignet ist. Das Setting ist unpassend und überzogen, Mimi Rutherfurt wirkt hier absolut deplatziert. Die zweite schwache Folge innerhalb der zweiten Box!

Der Link:
Maritim

Bei Amazon kaufen:

Zurück