Offenbarung 23 Nr. 31
- Im Netz der Lügen -
(LPL Records)

Captain Blitz urteilt:

Während Pia van Boysen und Florian Bogner (Marie Bierstedt und Dietmar Wunder) weiter versuchen, , Tom Baumanns (David Nathan) Vergangenheit zusammenzusetzen und ihren Freund auf den neuesten Stand zu bringen, plant ein neuer Geheimdienst Deutschland in einen Überwachungsstaat zu verwandeln. Einige Politiker helfen dabei kräftig mit, alles unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung, doch wie weit geht die Wahrheit und wo fangen die Lügen an? Können 3B Licht ins Dunkel bringen und das Komplott zerschlagen?

- Meinung -

Langsam wird klar, worum es bei dieser "neuen Serie" eigentlich geht und es zeichnen sich doch wieder realistischere und glaubwürdigere Züge in der Story ab bzw. es zeichnet sich überhaupt eine Handlung ab, was in der vorherigen Folge leider nicht der Fall war. Da wurden in erster Linie die Charaktere vorgestellt, handlungstechnisch lief dagegen gar nichts. Wie dem auch sei, diesmal wird schon deutlich mehr geboten und man kann es sich nicht verkneifen, gelegentlich mal an einen gewissen Dr. Schäuble zu denken, der Deutschland ja unbedingt gegen Terroristen sicher machen muss und am besten gleich mal mit dem Internet anfängt, der angeblichen Wurzel allen Übels. Mit einem kostenlosen Betriebssystem für alle soll dies über die Bühne gehen und das will das Trio von 3B verhindern. Das klingt schon ein wenig trashig, auch wenn hier wie bereist erwähnt durchaus reale Hintergründe mit von der Partie sind. Dennoch bleibt dies hier eine weiterhin recht zwiespältige Angelegenheit und man fragt sich, was das doch sehr üppig vorhandene Zwischengeplänkel wie Toms Jobsuche und seine und Florians nervige Versuche, in den KitkatClub zu gelangen, im Endeffekt sollen, was aber hoffentlich in kommenden Folgen genauer beleuchtet wird. Dumm ist auch, dass Bielefeld nur kurz thematisiert wird bzw. das Thema um die angebliche Bielefeld-Verschwörung nur kurz angeschnitten wird, mehr nicht. Unterm Strich konnte ich jedenfalls eine leichte Steigerung gegenüber dem Auftakt feststellen, doch da gibt es noch einige Baustellen zu meistern und einiges für das Autorenduo Frey und Richter zu tun.

An der Sprecherriege hat sich nichts geändert, es agieren weiterhin die selben bekannten Profis in den Hauptrollen und selbst in den Nebenrollen ist der Großteil derer aktiv, die auch in den vorherigen Folgen mitgemischt haben. Das Intro wird uns dagegen von Franzsika Pigulla präsentiert, doch das ist im Prinzip schon die einzige Änderung, ansonsten bleibt alles wie gehabt. Das ist meiner Meinung nach auch gut so, denn es handelt sich um eine durch und durch namhafte Riege, wie sie kaum prominenter sein könnte und mit Helmut Krauss als Erzähler und dem Trio Marie Bierstedt, David Nathan und Dietmar Wunder in den Hauptrollen brennt schon mal nichts an. In den Nebenrollen tummeln sich weitere Profis wie z.B. Regina Lemnitz, Björn Schalla, Detlef Bierstedt, Till Hagen, Udo Schenk, Arianne Borbach, Tilo Schmitz und Tobias Kluckert. Besser geht es da eigentlich nicht, wobei sich Kluckert für meinen Geschmack stellenweise krampfhaft cool anhört, das kommt aufgesetzt rüber. Das ist aber auch schon der anzeige Punkte, den ich in diesem Bereich bemängeln würde.

Musikalisch alles wie gehabt, Andy Matern gibt alles und hüllt das Hörspiel gekonnt in den richtigen akustischen Mantel und auch die Geräuschkulisse geht rundum in Ordnung. Ein weiterer Bereich der Produktion, über den man sich im Prinzip keine Gedanken machen muss.

Die Handlung ist zwar immer noch nicht das Gelbe vom Ei, doch die Tendenz geht nach oben und wenn man diesen Weg konsequent weiter verfolgt, dann kann aus diesem "Neustart" doch noch was werden. Alles in allem zwar keine titelgebende Offenbarung, aber ich habe wieder Hoffnung.

Der Link:
LPL Records

Die Serie:
Offenbarung 23

Bei Amazon kaufen:

Zurück