Bekloppte Hörspiele

Die Originale Nr. 51
- Krieg im All -
(Europa)

Captain Blitz urteilt:

Die Duchess Daughtal (Brigitte Kollecker) ist auf der Flucht vor Dark und seinem Imperium. Doch die Flucht alleine reicht ihr nicht, sie will Dark vernichten. Dies gestaltet sich als nahezu unmöglich, denn er ist im Besitz der RAD, einem riesigen Kampfraumschiff, gegen das eigentlich niemand eine Chance hat. Wird es der Duchess trotzdem gelingen, Dark das Handwerk zu legen und so für Frieden im All zu sorgen?

- Meinung -

Die klassische Star Wars Trilogie in einer Hörspielbearbeitung mit einer Spielzeit von nicht ganz 34 Minuten, kann das funktionieren? Natürlich nicht, ohne unfreiwillig urkomisch zu wirken und das ist hier der Fall. Die Umsetzung wirkt schrecklich gehetzt, es wurden natürlich sehr viele Sachen aus den Filmen weggelassen und eigentlich hat sich H.G. Francis nur die Highlights vorgenommen und zu einem Hörspiel zusammen geklebt. So kommt das Hörspiel auch rüber, einfach ein paar Szenen lieblos aneinander geklatscht, fertig. Inhaltlich ist das hier eine schrecklich einfallslose Angelegenheit, hier zeigt sich Francis von seiner unkreativsten Seite.

So lieblos wie die Story und die Bearbeitung klingen auch die Sprecher, die ihren Texte regelrecht runterbeten und kaum unmotivierter klingen könnten. Dazu kommt noch, dass die Produktion mit nur sieben(!) Sprechern auskommen muss, wie soll man sich da Star Wars in Hörspielform vorstellen? Mit sieben Schauspielern wäre das kaum möglich gewesen, umso armseliger wirkt dieses Hörspiel und dazu kommt noch, dass hier keiner der Beteiligten auch nur ansatzweise überzeugen kann. Ob hier Hochkaräter wie Gerd Martienzen, Brigitte Kollecker oder Peter Buchholz mitmischen, sie alle hinterlassen einen einschläfernden Eindruck auf den Hörer und man ist froh, wenn das Drama endlich vorbei ist.

Lediglich die Musik kommt gut, was aber kein Wunder ist, werden hier die bekannten und beliebten Orchesterstücke eingesetzt, die bereits Perry Rhodan und Masters of the Universe wunderbar untermalten. Da flackert sowas wie Qualität auf, aber das reicht nicht aus, um ansatzweise das Ruder rumzureissen.

Star Wars für Arme und zwar für ganz Arme, sozusagen Hartz IV goes Space! Sorry, das mag zwar ein Klassiker sein, aber auch nur aufgrund des Alters, denn die Umsetzung kann nicht überzeugen und so fängt die sechste Staffel der Originale schon mal richtig schlecht an.

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Captain Blitz urteilt:

OH MEIN GOTT!!! Was ist denn das? H.G. Francis ist dafür bekannt, das ein oder andere altbekannte Thema aufgegriffen zu haben, und zu variieren, aber ist er auch dafür bekannt, schamlos zu klauen? Um es kurz und knapp zu sagen, dieses Hörspiel ist Star Wars für Arme. Eine Frechheit sondergleichen, die in meinen Gehörgang dringt. Wenn es wenigstens gut kopiert wäre, aber selbst das ist es nicht mal. Die Sprecher leiern lustlos ihren Text runter und es kommt keine Spannung auf. Mein Vorschlag: Mülleimer auf und weg mit dem Schrott. Ich muss mal nachforschen, ob irgendjemand unter diesem Hörspiel körperlich und geistigen Schaden erlitten hat. Ich fühle mich noch ganz fit, aber es soll ja Spätwirkungen geben.

Fazit: Ein würdiger Kandidat für das schlechteste Hörspiel aller Zeiten, Ed Wood hätte daran sicherlich seine Freude gehabt. Hier stimmt nichts, weder die Story, noch Sprecher und Musik.

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