Die Originale Nr. 58 und 59
- Old Shatterhand I + II -
(Europa)

Captain Blitz urteilt:

Old Shatterhand und sein neuer Freund Mark Jorrocks, genannt Sans-Ear (Heinz Trixner und F.-J. Steffens) begeben sich gemeinsam in ein grosses Abenteuer. Man will den Verbrecher Fred Morgan (Reiner Brönneke) das Handwerk legen, der im Westen sein Unwesen treibt. Doch der Gangster ist nicht alleine und die Jagd scheint kein Ende nehmen zu wollen. Wird es den Freunden unter tatkräftiger Mithilfe Winnetous (Konrad Halver) gelingen, die Morgans endgültig aus dem Weg zu räumen?

- Meinung -

Auch wenn es nie einen Zweiteiler "Old Shatterhand" von Karl May gab, so hat sich das Team Halver/Folken dieses Abenteuer des bekannten Westmannes aus einem anderen Buch rausgefiltert und umgesetzt. Knapp über 80 Minuten feinste Westernaction auf zwei CDs werden hier geboten und auch wenn die unglaublichen Talente Old Shatterhands alias Karl May nerven, so ist die ganze Angelegenheit doch recht unterhaltsam und man sollte seine Erlebnisse auch eher mit einem zwinkernden Auge betrachten.

Die hier versammelt Sprechertruppe ist schon verdammt stark, daran gibt es keinen Zweifel. Unter der Regie von Heikedine Körting laufen hier Könner wie Heinz Trixner, Konrad Halver, F.-J. Steffens, Wolfgang Kaven, Werner Cartano, Hans Paetsch, Peter Kirchberger, Reiner Brönneke und viele, viele weitere, die diesen Zweiteiler zu einem wahren Stimmfest machen. Etwas unglücklich bin ich über Ernst von Klippsteins Performance als Caesar, denn hier wird ein Schwarzer mal wieder als leicht dümmlich dargestellt, was nicht sein muss. Das liegt natürlich nicht nur an Cartano, er schriebt nicht die Vorlage, er führte auch nicht Regie, aber er kommt mit einem Dialekt daher, der nicht zu der Rolle passen will. Wie gesagt, eine etwas unglückliche Sache, die nicht hätte sein müssen. Doch das fällt nicht so sehr ins Gewicht, da die positiven Aspekte bei weitem überwiegen und sprechertechnisch ist das hier ganz grosses Kino.

Auch musikalisch werden für die damalige Zeit alle Register gezogen. Schöne und vor allem stimmungsvolle Musiken werden hier verwendet, die aus der Zeit vor Carsten Bohn stammen und schon einige Produktionen aus dem Hause Europa gekonnt untermalt haben und dazu gibt es noch Stücke, die nur zu Western passen und somit für eine dichte Atmosphäre sorgen.

Ein gelungener Zweiteiler, der jedem Freund von Karl Mays Geschichten und den dazugehörigen Hörspielen gefallen dürfte. Sehr gut inszeniert und produziert, ein empfehlenswerter Hör-Western!

Der Link:
Europa-Klassiker

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Folge 58

Folge 59

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