Tiger Taps Nr. 1
- ...und das Dschungel-Gespenst / Die aufregende Schatzsuche -
(Karussell)

Captain Blitz urteilt:

Sorgt ein Gespenst im Dschungel für Aufruhr? Sachen verschwinden, Äpfel werden gegessen, der Papagei Caruso (Michael Pan) hat Angst. Er bittet Tiger Taps (David Turba) und seine Freunde um Hilfe. Werden sie herausfinden, wer da nachts durch den Dschungel streift?

Wie aufregend, Tiger Taps und seine Freunde finden an Board von Captain Blacks (Dietmar Wunder) Piratenschiff eine alte Schatzkarte. Können sie mit Hilfe von Schweinchen Schnüffel (Andy Matern) die Fährte aufnehmen und den Schatz finden?

- Meinung -

Tiger Taps ist da und hat die junge Zielgruppe anvisiert. Zugegeben, der Tiger und seine Freunde sehen schon ziemlich niedlich und knuddelig aus, also genau richtig, wenn man die Kinder bzw. deren Eltern als Kunden gewinnen will. Für meinen Geschmack ist das hier aber alles zu gewollt und gezwungen, ein vertonter Merchandising-Katalog, wenn man so will. Sicher, stellenweise versucht man zwar die Handlung gehaltvoll zu gestalten, Freundschaft und Zusammenhalt werden angesprochen und thematisiert, aber das ist leider nichts, was es nicht schon bei unzähligen anderen Zeichentrick- und Hörspielserien gab. Nett und knuddelig, mehr bleibt da leider nicht übrig und ich kann die Handlung nur als hörbar und auf Unterhaltung ausgerichtet bezeichnen, mehr ist da nicht. Immerhin ist die ganze Angelegenheit recht kurzweilig, die 51 Minuten Spielzeit sind mit zwei Geschichten schnell rum und somit ist das Format absolut richtig, wenn man die Aufmerksamkeitsspanne der Zielgruppe nicht überstrapazieren möchte.

LPL ist für die Produktion verantwortlich, also kann man sich direkt schon mal darauf einstellen, dass man hier eine sehr prominente und talentierte Sprecherriege zu hören bekommt. So ist es dann auch und hier geben sich die bekannten Namen die Klinke in die Hand und die Peformances sind auch allesamt gut bis sehr gut. Der eine oder andere wird vielleicht Probleme mit Cathlen Gawlichs Auftritt als Giraffe haben, denn sie könnte stellenweise nervig rüberkommen, wobei sie aber einfach nur eine gute und überzeugende Leistung abliefert, sie soll sich halt vom Rest der Truppe abheben und das macht sie auch. Lutz Riedel gibt einen sehr guten Erzähler ab und liefert souveräne Arbeit ab, in den Hauptrollen sind neben Cathlen Gawlich noch David Turba, Michael Pan und Anja Stadlober im Einsatz und als Gäste treten hier Olaf Reichmann, Tilo Schmitz und Dietmar Wunder in Erscheinung, da gibt es also rein gar nichts zu beanstanden.

Das Titellied ist von Rosenstolz und ich denke, dass man damit noch ein paar weitere Käufer anziehen möchte, meiner Meinung nach klingt der Song aber ziemlich nach Schema F und 08/15. Entscheidender ist die Untermalung im Hörspiel an sich und die geht absolut in Ordnung und für die Musiken und Geräusche ist Andy Matern verantwortlich, der sein Handwerk absolut versteht. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass ohne Probleme Dschungel-Feeling aufkommt.

Ein Auftakt, der mich etwas unschlüssig zurückgelassen hat. Sicher, handwerklich ist das hier eine mehr als nur solide Angelegenheit, das Problem stellt eher die Story da, die ich als ziemlich dünn empfunden habe. Eigentlich sollte man der jungen Hörerschaft lehrreiche Inhalte vermitteln, doch das passiert hier nur halbwegs bis gar nicht. In der Hinsicht muss nachgelegt werden, dann dürfte die Serie auch besser ankommen.

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